Cleansort revolutioniert das Wertstoff-Recycling

Recycling von Wertstoffen ist nicht neu. Es höchst innovativ, effizient und gleichzeitig nachhaltig zu tun, hingegen schon. Kreislaufwirtschaft ist die Vision von Cleansort-Geschäftsführer Philipp Soest – und er ist ihr schon sehr nah gekommen. Mit einer patentierten Lasertechnologie, die Wertstoffe in Millisekunden hochpräzise analysiert und trennt, sind die Cleansort-Anlagen so wirtschaftlich wie ökologisch nachhaltig. Die jährliche Stromersparnis einer Anlage entspricht dem Verbrauch einer mittleren Großstadt. 2025 hat das Rösrather Unternehmen Umsatz und Mitarbeiterzahl rasant erhöht und den Vertrieb globalisiert. Wie wird man mitten in schwierigen wirtschaftlichen Zeiten Vorreiter in einer Branche? Und: Warum ist Aluminium ein so faszinierender Stoff?

Rasantes Wachstum innerhalb eines Jahres

„Das hier ist eigentlich der coolste Raum“, sagt Cleansort-Geschäftsführer Philipp Soest, nachdem er die Tür mit seinem Fingerabdruck geöffnet hat. Dem Betrachter mag der Raum zunächst wenig spektakulär erscheinen, aber in ihm steckt alles an Vision, Innovation und Ingenieurskunst, was Cleansorts Geschäftsmodell aufgehen lässt: Die Forschung und Entwicklung.

In der Ecke steht ein Schreibtisch. „Den hatte ich bei der Gründung 2018 als Shared Desk gemietet“, sagt Soest. „Und noch ein kleines Stück Halle.“ Heute gehören gleich mehrere Hallen zum Unternehmen, inklusive Bürotrakt für das rund 50-köpfige Team. Das Jahr 2025 war ein Gamechanger: deutliche Steigerung des Umsatzes, fast eine Verdopplung des Teams, globaler Vertrieb. „Hypergrowth“ heißt das im Fachjargon.
Was Cleansort herstellt, ist in einem Satz erklärt: Anlagen für eine laserbasierte Sortierung von Altmetallen. Das Ziel: eine Kreislaufwirtschaft, die sowohl ökologisch als auch wirtschaftlich funktioniert. Ab hier wird es komplexer.

Die Innovationskraft von Cleansort wurde in den vergangenen Jahren mehrfach durch wichtige Auszeichnungen bestätigt:

  • 2024: Gewinn des Going Circular Award der IHK Köln
  • 2024: Gewinn des Innovation Award Laser Technology
  • 2023: Gewinn des MUT Gründungspreis NRW

Cleansort GmbH
Nussbaumweg 23 – 27
51503 Rösrath
Tel. +49 2205 901 002 100
info@cleansort.de
www.cleansort.de

Eine Technologie marktreif machen

„Die dahinterstehende Technologie gab es schon – allerdings nur im Labor und auf dem Mars“, sagt Philipp Soest beim Hallenrundgang. Da steht zunächst die MetaLIBS, das Gehirn der Cleansort LIBS-Technologie, das in Serie gefertigt wird. „Hier stecken zwölf Jahre Forschung und Entwicklung drin“, sagte er.

Cleansort entstand durch eine Ausgründung, der bereits vier Jahre Forschung und Entwicklung vorausgegangen waren. Die drei Gründer sind nach wie vor Gesellschafter, Philipp Soest ist geschäftsführender Gesellschafter.

Bevor die Cleansort GmbH 2018 gegründet wurde, lagen bereits über vier Jahre Forschung und Entwicklung hinter einem komplexen Produkt. Die Technologie war nicht neu, aber bis dato nur im Labor und auf dem Mars erprobt. In vorangegangenen Projekten wurde die Machbarkeit entwickelt und mit Gründung der Cleansort zur Marktreife gebracht. In der Entwicklungsphase stand ihr mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt ein starker Partner zur Seite. Zwischen 2018 und 2023 förderte die Stiftung drei wesentliche Forschungsvorhaben. „Ohne diese anfängliche und anhaltende Unterstützung wäre Cleansort heute nicht da, wo wir jetzt stehen“, sagt Geschäftsführer Philipp Soest.
Um die Technologie in die Marktreife zu überführen, wurde 2018 Cleansort gegründet. Das Start-up startete mit mehreren Leuchtturmprojekten, um den Prototypen weiterzuentwickeln. „Diese Testphase gemeinsam mit der Industrie ermöglichte es uns, die damalige Idee in ein Produkt zu überführen“, sagt Soest.

Lasertechnologie als Grundlage

LIBS ist die Abkürzung für Laser Induced Breakdown Spectroscopy. Ein hochenergetischer Laserimpuls verdampft dabei eine Probe von 0,3 mal 0,3 Millimetern – ein kleiner, kaum sichtbarer Punkt auf dem Metallteil. In Millisekunden wird bestimmt, welche Metalle in welcher Konzentration in dem Schrottstück enthalten sind. Eine vollständige chemische Analyse in Echtzeit.

„Die Herausforderung war, diese Technologie wirtschaftlich zu machen, und sie in einer Umgebung einzusetzen, die alles andere als Laborbedingungen hat“, sagt Soest. Was wirtschaftlich ist, hängt insbesondere an der Verfügbarkeit von Ressourcen, die für die Herstellung gleicher Produkte aufgewendet werden müssen. Eine gebrauchte Dose wird eingeschmolzen und wieder zu einer neuen Dose oder ein altes Autodach zu einem neuen Autodach.

Philipp Soest

„Die Testphase gemeinsam mit der Industrie ermöglichte es uns, die Idee in ein Produkt zu überführen.“

Metallschrott ist nicht gleich Metallschrott

Der Kreislaufwirtschaft sind jedoch – im wahrsten Sinne des Wortes – elementare Grenzen gesetzt. So kommt Aluminium, das in der Herstellung besonders stromintensiv ist, in rund 95 Prozent aller Verwendungen als Legierung vor. Das heißt: Mit dem Aluminium werden weitere Elemente zusammengeschmolzen. Für Dosen unter anderem mit Mangan und Magnesium, die sie stabil und gleichzeitig formbar machen, für Autodächer mit Silicium, weil sie sich so besonders gut pressen lassen.

Weltweit gibt es weit über 500 offiziell registrierte Aluminiumlegierungen. Metallschrott ist also äußerst vielfältig. „Die Elemente einer Legierung können nachträglich nicht mehr extrahiert werden“, erläutert Soest. Bei herkömmlichen Trennverfahren muss in der Regel neues Material zugefügt werden, um die Zielzusammensetzung für neue Produkte zu erreichen.

Primäraluminium jedoch ist in der Herstellung besonders energieintensiv – und damit so teuer wie umweltbelastend. Die Herstellung von einer Tonne Aluminium benötigt etwa 15.700 kWh an Strom. Damit könnte ein Elektroauto zweimal den Äquator umrunden.

  • Aluminium ist das dritthäufigste Element der Erdkruste.
  • Weltweit gehört Aluminium zu den wichtigsten Werkstoffen der Industrie. Der Transportsektor ist der größte Abnehmer, gefolgt vom Bausektor.
  • Aluminium wird an der Börse gehandelt.
  • Reines Aluminium kommt in der Natur kaum vor, sondern nur in Verbindungen (z. B. Bauxit).
  • Der weltweite Aluminiumverbrauch liegt bei gut 100 Millionen Tonnen pro Jahr.
  • Fast 2% der weltweiten Energienutzung fließen in die Aluminiumherstellung.
  • Deutschland hat mit 31,6 Kilo den höchsten Pro-Kopf-Verbrauch an Aluminium.
  • In einem PKW stecken zwischen 200 und über 500 Kilo Aluminium (Motorblock, Zylinderköpfe, Getriebegehäuse, Felgen, Fahrwerksteile und zunehmend die Karosserie).
  • In einem Aluminiumfensterrahmen stecken bis zu 30 Kilo, in modernen Glas-Aluminium-Fassaden bis zu 15 Kilo pro Quadratmeter.
  • Aluminium ist nahezu unbegrenzt recycelbar ohne an Qualität zu verlieren.

Fun-Facts:

  • Mitte des 19. Jahrhunderts war Aluminium extrem schwer zu gewinnen und galt als das teuerste Metall der Welt. Teurer als Gold oder Silber.
  • Napoleon III. war so fasziniert von dem Metall, dass er für Staatsbankette Besteck aus Aluminium für Ehrengäste anfertigen ließ – die anderen mussten mit Goldbesteck speisen.
  • Die Spitze des Washington Monuments besteht aus einer kleinen Pyramide aus Aluminium als Blitzableiter. 1884 war dies das größte jemals hergestellte Stück Aluminium und demonstrierte den technologischen Fortschritt der USA.
  • Rubine und Saphire bestehen chemisch gesehen zum Großteil aus Aluminiumoxid-Kristallen. 

Exakte Analyse aus Sandkorngröße

Die Cleansort-Anlagen machen Primäraluminium überflüssig. „Jede Anlage spart dadurch jährlich in etwa den Stromverbrauch von Aachen“, so Soest. Wie funktioniert das? Die Anlage trennt bei einer Ladung gemischten Schrotts nicht nur Aluminium von zum Beispiel Eisen, sondern Legierung von Legierung. Die patentierte LIBS-Technologie kann das. Die analysierten Teile werden mit bis zu 140 einzeln ansteuerbaren Luftimpuls-Düsen mit bis zu zehn Bar präzise in die gewünschten Fraktionen sortiert.

Hochindividuelle Lösungen und 11 Tonnen Durchsatz pro Stunde

Eine Halle weiter steht das Allround-Talent KeyLIBS in voller Funktionsfähigkeit und Stattlichkeit: 2,40 m breit und 9 m lang. Sie steht für die All-in-Version der Anlage. „Der Kunde kann von uns nur die Analysetechnik kaufen oder aber sehr individuelle Lösungen bis hin zur schlüsselfertigen Anlage. Für diese braucht er dann nur eine Halle und Strom“, erläutert Soest.

Über ein Steigband läuft das Material in die Schwingrinne, die zusammenhängende Teile voneinander trennt. Pro Sekunde können bis zu 180 Analysen bei einer Förderbandgeschwindigkeit von 3 m/s stattfinden; bis zu elf Tonnen Material jede Stunde. „Die Anlage kann 24/7 laufen“, ergänzt Soest noch.

Wertstoffsortierung nach Kundenwunsch

Nicht nur die Hardware ist individuell kombinierbar. Am Anfang steht der Kundenwunsch, zum Beispiel die höchstmögliche Wertsteigerung der Sortierung gegenüber dem Ausgangsmaterial. Oder auch, so Soest: „Der Kunde sagt: Ich habe einen 50-Tonnen-Ofen und möchte dafür ein Ergebnis in folgender Zusammensetzung.“ Cleansort macht’s möglich – ohne Zusatz von Primäraluminium.

Hohe Wirtschaftlichkeit trifft hohe Nachhaltigkeit

Die KeyLIBS in der Halle wird voraussichtlich in die USA gehen. Eine andere ging nach China. Insgesamt sind derzeit weltweit zehn Anlagen in Betrieb. Die Investition ist erheblich; entsprechend entscheidend ist, dass sie sich für den Kunden wirtschaftlich rechnet. „Unsere Anlagen amortisieren sich innerhalb von ein bis zwei Jahren“, sagt Philipp Soest beinahe lapidar. Das liegt insbesondere an der Stromersparnis, aber auch am hohen Durchsatz, an der Qualität des Outputs und an der Flexibilität für den Kunden.

Die deutliche Reduktion der CO₂-Emissionen wirkt sich wirtschaftlich positiv im Handel von Emissionszertifikaten aus – und gleichzeitig positiv auf die Umwelt. Zudem hat jede Tonne nicht produziertes Aluminium weitere positive Auswirkungen auf Regenwald, Umwelt, Menschen und Tiere.

Philipp Soest

„Insgesamt sind weltweit derzeit zehn Anlagen im Betrieb. Sie amortisieren sich innerhalb von ein bis zwei Jahren.“

Aluminium selbst ist nicht das Problem, jedoch die Art, wie es häufig gewonnen wird. Je weniger Aluminium neu produziert werden muss, desto weniger schädliche Effekte für Umwelt und Lebewesen treten ein:

  • Regenwald: Rodung und dauerhafte Zerstörung beim Abbau von Bauxit – Verlust von Biodiversität und Zerstörung ganzer Ökosysteme; indigene Gemeinschaften verlieren ihr Land.
  • Staudämme: Für die hohe Energieerzeugung für die Aluminiumherstellung werden Staudämme gebaut, die die dortige Ökologie irreparabel schädigen.
  • Rotschlamm: Bei der Weiterverarbeitung von Bauxit entstehen ätzende Natronlauge und Schwermetalle. Lecks in den Sammelbecken können Böden und Flüsse vergiften oder – etwa bei Dammbrüchen – schwere Umweltkatastrophen verursachen.
  • Wasser: Für die Herstellung sind enorme Wassermengen nötig. Die Einleitung von Abwässern kann Flüsse belasten und Fischbestände zerstören.
  • Luft: Staub und giftige Fluorverbindungen schädigen die Gesundheit derer, die im Umfeld der Anlage leben.

Transparenter Prozess mit Erlebnischarakter

„Ein Projekt läuft etwa ein Jahr, bis die Anlage vor Ort steht“, sagt Soest. Die Investitionsentscheidung macht Cleansort dem Kunden berechenbar – begleitet von einem hohen Maß an Offenheit. Und das geht so: Der Kunde sendet Probematerial nach Rösrath. Cleansort führt eine Eingangsanalyse aus. Der Kunde erhält eine Beratung hinsichtlich möglicher Sortierstrategien.
Hat er danach Interesse, wird ihm bei einem Besuch in Rösrath ein ungewöhnliches Erlebnis bereitet. Vom mit Fischgrätparkett ausgelegten Meetingraum – intern auch „Kontrollraum“ genannt – kann er durch die große Glasscheibe live verfolgen, wie sein mitgebrachtes Material unter ihm sortiert wird.
Das sortierte Material erhält er zurück, so dass er die Sortierqualität anhand der eigenen Standards verifizieren kann; dazu einen detaillierten Versuchsbericht. „Damit kann er sich selbst ausrechnen, ob sich die Investition für ihn lohnt“, sagt Philipp Soest.

Vertrieb: Hin zu globaler Präsenz

Ein weiterer großer Schritt war 2024 der Abschluss einer strategischen Partnerschaft mit der italienischen SGM Magnetics. Diese vermarktet die LIBS-Sortiertechnologie von Cleansort in Europa, Nordamerika und ausgewählten asiatischen Regionen. Für Cleansort bedeutete das die Möglichkeit zur Skalierung ihrer Technologie und zur globalen Präsenz. 

Hohe Frauenquote, geringes Durchschnittsalter

Ein derartiges Wachstum stellt auch interne Prozesse und Strukturen vor Herausforderungen. Mittlerweile hat Cleansort rund 50 Mitarbeitende. „Vor eineinhalb Jahren war es noch die Hälfte“, sagt die HR-Verantwortliche Sina Brück. Der Altersdurchschnitt sei dadurch um zehn Jahre gestiegen – jetzt liegt er bei 35. „Aktuell sind ein Drittel davon Frauen“, sagt sie. „Es dauert nicht mehr lange, dann haben wir eine 50-50-Verteilung.“ Für 2027 sind bereits 70 Mitarbeitende geplant.

Marketing: „Auf Standard haben wir keine Lust“

Auch das Marketing ist durchgestartet. „Wir haben jetzt alles“, sagt Marketingleiterin Laura Becher. „Jetzt liegt der Fokus darauf, dass die ganze Welt von uns erfährt.“ Eine neue Website machte den Anfang. In diesem Jahr stellt Cleansort auf mehreren Leitmessen aus. „Wir haben uns viele Gedanken für den Messestand und die Produktpräsentation gemacht“, sagt sie. Die Anlage erhielt einen neuen Anstrich: Korpus in dezentem Anthrazitgrau, magentafarben abgesetzte Teile und dazu das markante Cleansort-Grün. Hochtechnologischer Maschinenbau und Schrott in coolem Design. „Damit werden wir uns auf dem Messestand von 90 Prozent der anderen Stände abheben“, vermutet Laura Becher. „Auf Standard haben wir keine Lust!“

Kluge Köpfe bei Cleansort

Wir wollen die Brücke schlagen zwischen ökonomischer Rentabilität und ökologischer Verantwortung. Cleansort trägt dazu bei, dass wertvolle Ressourcen nicht länger deponiert oder minderwertig „downgecycelt“ werden, sondern als strategische Reserve erhalten bleiben. Unser Ziel ist eine Welt, in der Schrott kein Abfall mehr ist, sondern ein wertvoller Rohstoff für die nächste Generation von Produkten – Laser induced. Future driven.

Bei Cleansort zu arbeiten bedeutet vor allem, Teil einer außergewöhnlich starken Gemeinschaft zu sein. Uns verbindet nicht nur das, woran wir arbeiten, sondern vor allem, wie wir zusammenarbeiten. Wir ticken pragmatisch und Hands-on. Wenn etwas getan werden muss, packen wir es gemeinsam an, unabhängig von Position oder Bereich. Jeder bringt sich ein, hilft mit und übernimmt Verantwortung. Genau dieses Miteinander sorgt dafür, dass man sich schnell als Teil des Teams fühlt.

Kein Start-up mehr – und irgendwie doch noch

Die Tischtennisplatten und Kicker im Aufenthaltsraum und die gemeinsam erarbeitete Niederschrift der Unternehmenskultur, die in großen Lettern an den Wänden hängt, hat viel Start-up-Flair. Sieht sich der Gründer noch als Start-up? „Eher nicht“, sagt Philipp Soest und ein Lächeln huscht über sein Gesicht. „Aber es ist viel davon geblieben“, findet Laura Becher. Eine offene Kultur, ein partizipativer Führungsstil, Innovationsorientierung und Dynamik kennzeichnen das Innenleben des einstigen Start-ups immer noch. „Er ist zu hundert Prozent von dem überzeugt, was er tut“, sagt sie über ihren Chef, „und seine Tür steht für jeden offen.“ Und so vertieft sich der Geschäftsführer auch schon mal fünf Stunden mit dem Team zur Gestaltung des Messestands und hat ein monatliches „Update-Meeting“ für alle etabliert. „Das ist sehr transparent, auch mit Zahlen, so dass wir alle wissen, an welchem Punkt das Unternehmen gerade steht“, erzählt Becher. Seiner Vision bleibt Philipp Soest treu. „Kreislaufwirtschaft ist und bleibt fest im Geschäftsmodell verankert“, sagt er, und als Ingenieur ergänzt er: „Und Forschung und Entwicklung spielen nach wie vor eine sehr große Rolle.“

Erst am Anfang der Reise

Im Dezember 2025 lud er 300 Partner, Kunden und Weggefährten ein, um das neue Application Center einzuweihen und gleichzeitig das Produkt VarioLIBS zu launchen: Eine „handliche“ Version der LIBS-Anlage, die in kleineren Betrieben eingesetzt werden kann oder auch an Häfen, um vor dem Abladen des Schrotts bereits die Qualität des Materials prüfen zu können. Die Erweiterung des Portfolios ist die Reaktion auf den geäußerten Bedarf von (potenziellen) Kunden.

„Sina und ich sind jetzt ein Jahr an Bord“, sagt Laura Becher. „Wir haben noch das Gefühl, am Anfang der Reise dazugekommen zu sein. Hier wird in den nächsten Jahren noch so viel passieren.“ Dazu passt das, was Philipp Soest im F&E-Raum betonte: „Das Schöne an der Anlage ist, dass sie nicht nur Aluminium, sondern alle Metalle sortieren kann.“ Und Kunststoff. Und Mineralien. Wie weit dafür die Entwicklung sei? „Wir arbeiten dran“, sagte er, erneut mit diesem kleinen Lächeln um die Mundwinkel, „aber es sieht gut aus.“ 

Autorin: Karin Grunewald
Fotos: Cleansort GmbH

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