Unter der gemeinsamen Dachmarke StartRaum GL bündeln das Rheinisch-Bergische TechnologieZentrum GmbH (RBTZ) und die Rheinisch-Bergische Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH (RBW) ihre Kräfte und Angebote für eine starke, vernetzte Start-up-Region im Rheinisch-Bergischen Kreis.
StartRaum GL ist die zentrale Plattform für Start-ups und Gründungsinteressierte im Rheinisch-Bergischen Kreis. Ziel ist es, ein zukunftsweisendes Start-up Ökosystem in der Region zu schaffen, Gründerinnen und Gründer bei ihrem Vorhaben aktiv zu begleiten und die Innovationskraft des Mittelstands durch enge Kooperation mit jungen Unternehmen nachhaltig zu stärken. So entstehen Synergien für alle Beteiligten.
Drei Innovationsorte – ein starkes Netzwerk
Die Struktur basiert auf drei sich ergänzenden Standorten:
- TechnologieZentrum Bergisch Gladbach – das bewährte Zentrum im TechnologiePark für technologieorientierte Gründungen – mit Shared Meeting Rooms, Shared Rooms/Desk, professionellen Büros sowie Services
- Zanders-Areal Bergisch Gladbach – urbaner Standort auf dem Zanders-Areal – als Netzwerk-, Veranstaltungs- und Workshop-Location für neue innovative Formate
- Rhombus-Areal Wermelskirchen – Zukunftsstandort für Innovation und Kreativität
Diese Orte bieten bereits bzw. künftig Raum für kreative Geschäftsmodellentwicklung, interdisziplinären Austausch, Netzwerktreffen, Workshops und Veranstaltungen. Inkubator- und Acceleratorprogramme ergänzen in Zukunft das Angebot für Gründungsinteressierte und wachstumsorientierte Start-ups.
StartRaum GL steht für eine klare Haltung: Gründerinnen und Gründer brauchen mehr als nur Räume – sie brauchen persönliche und begleitende Unterstützung sowie ein belastbares Netzwerk. Ebenso wichtig sind Unterstützung und Halt in der Community.
Kernangebote von StartRaum GL:
- Persönliche und individuelle Begleitung in einem familiären Umfeld durch ein starkes Community Management Team
- Zugang zu Workshops, Investorenrunden, Innovationscoachings und individueller Begleitung
- Direkte Anbindung an mittelständische Unternehmen, Institutionen und Hochschulen der Region
- Im TechnologieZentrum: Zugang zu allen Gemeinschaftseinrichtungen im TechnologiePark und -Zentrum, kostenfreie Einstiegsmöglichkeiten mit günstigen Mieten für kleine Räume, flexiblen Laufzeiten – inklusive Rückgabeoptionen und Erweiterungsflächen mit idealer Verkehrsanbindung
StartRaum GL
Rheinisch-Bergisches
TechnologieZentrum GmbH
Friedrich-Ebert-Straße 75
51429 Bergisch Gladbach
Tel. +49 2204 308020
info@startraum-gl.de
www.startraum-gl.de
„Männer bewerben sich, wenn sie fünf Kriterien erfüllen, Frauen noch nicht mal, wenn sie neun erfüllen“, sagt Judith Klaßen und in manchem Zuhörergesicht spiegelte sich so etwas wie ein „Ertappt.“ Judith Klaßen ist Gleichstellungsbeauftrage der Stadt Bergisch Gladbach und weiß, wovon sie spricht. Auch ihr Rat nimmt vieles vorweg, was im Laufe der vierstündigen Veranstaltung immer wieder zur Sprache kommen wird: „Mutig sein, einfach mal draufankommen lassen.“ Einfach mal machen.
Das sieht auch Brigitta Opiela so. „Tolle Veranstaltung“, sagt die stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Bergisch Gladbach. „Hier ist so viel Potenzial – und genau diese Einfach-mal-machen-Mentalität braucht es.“ Neben ihr haben es sich auch Laura Kreutz, Justiziarin und Frau von Gladbachs Bürgermeister Marcel Kreutz und Angela von Boetticher, Personalentwicklung mit dem Schwerpunkt Weiterbildung bei der Rheinischen Gesellschaft für Diakonie gGmbH und Frau des Landrats Arne von Boetticher, nicht nehmen lassen, das Event zu begleiten.
StartRaum GL schafft Raum für Gründerinnen
Der Anteil von Frauen an Start-up-Gründungen liegt in Deutschland bei nur 19 Prozent, so eine Studie der Bertelsmann Stiftung. Die größten Probleme: Zu wenig Impulse im Bildungssystem, Herausforderungen bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie fehlende Zugänge zu relevanten Netzwerken.
An Gründungsinteresse fehlt es im Rheinisch-Bergischen Kreis schon mal nicht. Die große Resonanz hat selbst Ronny Yvonne Strasser überrascht. „Ich habe Gänsehaut, wenn ich das hier sehe“, sagt sie, sichtlich überwältigt. Ronny Yvonne ist Start-up Community Managerin von StartRaum GL und hat zusammen mit Sarah Edelmann, Julia Sämann und Katja Johland vom Bergischen Women’s Hub die Veranstaltung konzipiert und umgesetzt. „Wir möchten Mut für das Thema Gründung machen und freuen uns, Sparringspartner bei der Gründung zu sein. Mehr Frauen im Startup-Ökosystem bedeuten mehr Innovation, mehr Perspektiven und letztlich mehr wirtschaftliche Stärke für den Rheinisch-Bergischen Kreis“, sagt sie.
Die Gastgeberinnen: StartRaum GL und Bergischer Women’s Hub
Der StartRaum GL ist eine gemeinsame Dachmarke bzw. Plattform. Dahinter stehen zwei zentrale Organisationen der regionalen Wirtschaftsförderung: Das Rheinisch-Bergisches TechnologieZentrum GmbH (RBTZ) und die Rheinisch-Bergische Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH (RBW).
Diese beiden bündeln ihre Aktivitäten und Angebote im Bereich Gründung und Start-ups unter dem Label StartRaum GL. Das Team begleitet Gründerinnen und Gründer kostenfrei, bietet zahlreiche Workshops zu Gründungsthemen und eine starke Community.
Vier Gesellschafter im RBTZ tragen den StartRaum GL: Kreissparkasse Köln, Stadt Bergisch Gladbach, Rheinisch-Bergischer Kreis und IHK Köln.
Der Bergische Women’s Hub (BWH) wurde Anfang 2025 von drei Gründerinnen aus Bergisch Gladbach ins Leben gerufen. Als berufliches Frauennetzwerk richtet es sich an alle Frauen im Rheinisch-Bergischen Kreis (Selbstständige, Angestellte, Frauen in Ausbildung, in Familienzeit oder in aktiver Rente) mit dem Ziel, die regionale Vernetzung zu stärken und Impulse für die berufliche sowie persönliche Entwicklung zu setzen.
Das Konzept des Netzwerks basiert auf drei Säulen:
- Community: Förderung des fachlichen Austauschs, der gegenseitigen Unterstützung und der Steigerung der Sichtbarkeit von Frauen in der regionalen Wirtschaft.
- Akademie: Bereitstellung von Fort- und Weiterbildungsangeboten durch gezielte Workshops und Fachveranstaltungen.
- Kooperationen: Vermittlung von Dienstleistungen an Unternehmen sowie die Positionierung des Hubs als Plattform, unter deren Dach Mitglieder ihre eigenen Leistungen anbieten können.
Der Bergische Women’s Hub fungiert somit als zentrale Schnittstelle für Frauen in unterschiedlichen Lebensphasen und fördert durch die Bündelung von Kompetenzen Synergien innerhalb der Region.
Die Panelrunde: Erfahrung und Wissen weitergeben
Moderatorin Marie Duske führt routiniert durch die Panel-Runde. In ihr sitzen Frauen mit Erfahrung, die sie offen und ehrlich weitergeben.
Darin Judith Klaßen: „Es braucht einen sicherer Raum, in dem Frauen erstmal ihr Anliegen loswerden können.“ Ein sicherer Raum, ein Netzwerk von Gleichgesinnten – eben das, was hier im StartRaum GL gerade mit viel Durchschlagkraft begonnen hat. Nicole Blum ist Projektmanagerin am Gateway der Universität zu Köln und Teil des Gateway Gründungsnetz e.V., der zur Förderung von Start-ups aus Hochschulen und Wissenschaft arbeitet. Sie bestätigt das: „Die Männer verbinden sich! Macht das auch, und sagt, was ihr braucht. Baut Netzwerke auf, um einander die Wege zu ebnen und die Türen zu öffnen.“
Dana Hamacher, Gründerin und Geschäftsführerin von Success4Log, hingegen erzählt von dem wichtigsten Netzwerk, das sie als Gründerin hat: ihre Familie. „Meine Eltern waren selbstständig, da war ich von klein auf mit dabei und habe auch im Betrieb gearbeitet“, sagt die 26-Jährige. Als sich die Chance ergab, machte sie sich mit dem neuen Bereich Lieferketten im Transport selbstständig. „Ich wollte selbst bestimmen können“, sagt sie. Auch das unterstützt die Familie.
Evelyn Wolf von Wolf Innovation begleitet bereits seit über 20 Jahren Unternehmen in innovativen Branchen, wenn unkonventionelle Lösungen und Methoden gefragt sind. „Frauennetzwerke sind auch Machtnetzwerke“, ist sie überzeugt.
Dr. Claudia Mika, Temos International
Evelyn Wolf, Wolf Innovation
Dana Hamacher, Success 4 Log
Andrea Schmitz, HofFloh
Marie Duske, Moderation
Cora Hanquet, Raum 3
Nicole Blum, Gateway Gründungsnetz e.V.
Judith Klaßen, Stadt Bergisch Gladbach
Reihe hinten (v.l.n.r.): Brigitta Opiela, Laura Kreutz, Angela von Boetticher und die Gastgeberinnen Katja Johland, Ronny Strasser, Julia Sämann und Sarah Edelmann
Mehr Mut, mehr Selbstbewusstsein, mehr Handeln
Netzwerken also. Als Hilfe, als Lösung, als Muss. Die Botschaft ist in aller Deutlichkeit angekommen. Eine zweite sollte es auch werden. „Gründen ist gar kein Problem“, sagt Evelyn Wolf, und auch sie wiederholt: „Einfach mal machen!“
Netzwerkexpertin Nicole Blum ergänzt mit dem Männervergleich: „Männer kommen oft mit stolz geschwellter Brust. Das ist es, was auch die Frauen bräuchten. Sie kommen mit den tollsten Ideen, wollen etwas bewirken, denken aber, sie sind noch nicht so weit.“ Das kann auch Andrea Schmitz bestärken, deren Start-up „HofFloh“ – gefördert durch das Gründungsstipendium NRW – sich bereits im ersten Jahr gut entwickelt hat. „Am Ende waren es ganz andere Aufgaben und Probleme, als ich vorher angenommen hatte“, erzählt sie und rät: „Starten und der Rest kommt auf dem Weg. Nicht ein Seminar nach dem anderen machen.“ Dana Hamacher drückt es so aus: „Nicht alles zerdenken. Lieber ein permanentes Learning by Doing.“
Das war die zweite, die mutmachende und auffordernde Botschaft, ins Handeln zu kommen.
Gründungen sind selten Selbstläufer
Dann ein kleiner Einblick in das, was nach dem Starten kommt. „Ich kam aus der Wissenschaft“, erzählt Evelyn Wolf. „Dann bin ich in ein neu gegründetes Unternehmen gegangen. Auf meiner Karte stand Business Development. Ich wusste nicht mal genau, was das ist. Ich habe das damals zu 100 Prozent unterschätzt.“
„Man muss eine gewisse Grundnaivität haben“, glaubt Dr. Claudia Mika, die Temos International, ein erfolgreiches Unternehmen für Zertifizierungen ausländischer Krankenhäuser, aufgebaut hat. „Wenn ich mir damals Gedanken gemacht hätte, was es heißt, weltweit Akquise zu machen, hätte ich mich ins Schneckenhaus verkrochen“, sagt sie. „Ich habe mir keine Gedanken gemacht – und ich sitze heute noch hier, und es hat geklappt.“ Sie verschweigt jedoch nicht diverse graue Haare, die sie der Job gekostet habe. Jetzt zum Beispiel durch die Auswirkungen des Iran-Kriegs. „Und ich kann bei schwierigen oder unangenehmen Aufgaben nicht einfach sagen, das mache ich nicht“, sagt sie. „Darüber muss man sich schon vorher klar werden, ob man das möchte oder nicht.“
Die dritte Botschaft also: Gründen ist nur der erste Schritt, aber Dranbleiben braucht Einsatz, Lernbereitschaft und persönliche Resilienz. Das gilt übrigens auch für Männer.
Ronny Strasser
„Wir möchten Mut für das Thema Gründung machen und freuen uns, Sparringspartner bei der Gründung zu sein.“
Frauen gründen anders
Die Panel-Runde war nur der Anfang eines langen Abends. In der Pause gibt es die erste Möglichkeit zum Fäden spinnen im Netzwerk. „Und was machst du?“, war wohl die häufigste Einstiegsfrage. Und schon war ein Gespräch im Gange.
In der Studie der Bertelsmann-Stiftung heißt es „Frauen gründen nicht nur seltener, sondern oft auch anders. Sie starten öfter als Sologründerinnen, ziehen ihre Gründungsmotivation stärker aus beruflicher Erfahrung und wollen häufiger nachhaltig oder gesellschaftlich wirken.“
Die in einer Ecke aufgestellte Wand für Visitenkarten, Flyer und Handgeschriebenes bestätigt die Studienergebnisse. Viele haben ein Unternehmen – oder wollen es gründen –, bei dem Menschen, Nachhaltigkeit, Beziehung und Wissensweitergabe im Mittelpunkt stehen.
Die Workshops: Von Design-Thinking bis Personalrekrutierung
Viele dieser Fragen wurden in den folgenden Workshops bearbeitet. Jeder eine halbe Stunde, jeder dreimal hintereinander exakt gleich gehalten – großes Kompliment an die Workshop-Leiterinnen! Für die Teilnehmerinnen hieß es: Jede sucht sich drei für sie spannendsten aus – gar nicht so einfach.
Diese elf Workshops waren im Angebot
Ein Auszug aus den Workshops.
Zwischen Bauchgefühl und Businessplan
„Et hätt noch immer joot jejange“ sei ein schönes Kölsches Gesetz, aber für die Gründung nur eingeschränkt geeignet, beginnt Claudia Mika ihren Workshop „Risikomanagement kompakt“. Sie erklärt eine simple Methode, die die Gründerinnen direkt auf der Bank vor der Halle anwenden. Sie bewerten ein persönliches Risiko mit 1-5 Punkte für die Wahrscheinlichkeit des Eintritts sowie dafür, wie schlimm es wäre, wenn es eintritt. Für die multiplizierten Punkte gibt es eine Matrix – eingefärbt in grün, gelb und rot. „Rot heißt: Da müssen wir ran“, sagt Claudia Mika.
Nun geht es also daran, die roten Risiken zu minimieren: Krankheit (Versicherung, Prävention), Stromausfall (Notfallplan), Wegfall Kunde oder Auftrag (Diversifizierung, Netzwerk), Datenschutzverletzung (Wissen aufbauen). „Sucht Lösungen, denkt kreativ“, sagt Claudia.
Fazit: Gründen braucht Mut, aber keinen Leichtsinn.
Was ist eigentlich das Problem?
Kreativ wird es im Workshop von Simone Fahrenhorst vom Women’s Hub. Das Thema: Design Thinking. Das Beispiel: Gründung eines Second-Hand-Ladens. Was müssen wir planen? Preise, Logistik, Mitarbeiter, Öffnungszeiten, Name, Logo, Mobiliar…das Chart füllt sich schnell mit Zetteln. Dann gibt es von Simone einen QR-Code. Die Frauen halten sich das Handy ans Ohr und lauschen einer Mutter, die erzählt, wie toll es wäre, wenn der ganze Ballast mal schnell und unkompliziert wegkäme. Und, das wäre doch noch schöner, wenn Mütter sich an diesem Ort auch austauschen und ihre Kreativität (wieder)entdecken könnten.
Was man dafür tun müsste? Es gibt weniger Zettel. Das ist vielleicht auch so gedacht. Simone Fahrenhorsts Information lautet: „Verliebe dich in das Problem – nicht in die Lösung.“ Es ist der entscheidende Perspektivwechsel: Braucht der Kunde unsere Lösung überhaupt oder eine ganz andere? Das Board mit den Zetteln wird abgehängt, in den Köpfen wird es hängen bleiben: Erst der Kunde und sein Problem, dann erst Kleiderbügel und Social Media.
KI als Sparringspartner nutzen
Apropos Social Media. Dazu wirbelt Anne Pesch von der Rheinisch-Bergischen Wirtschaftsförderung mit einer Vielzahl von Karten mit Plattformen und Begriffen. Zu jeder hat sie Tipps. „KI ist ein wunderbares Hilfsmittel – wenn man sie als Sparringspartner nutzt“, empfiehlt sie, aber nicht, um die eigenen Texte zu verfassen. „Dann werden sie austauschbar“, sagt sie. „Seid ehrlich, relevant und von Herzen! Dann erreicht ihr die, die ihr erreichen wollt.“ Und noch ein Tipp: „Berichtet auch von euren Misserfolgen.“
Von Fehlern, Stärken und Schwächen
Fehler zugeben also. Auch das ist ein oft genanntes Thema. „Erlaubt euch die Erfahrung, schlecht zu sein“, sagt Baljit Sunda vom Bergischen Women’s Hub in ihrem Workshop zum Thema Pitch und Akquisition. Jeder Fehler ist eine Chance, zu lernen. „Ich will keinen davon missen“, sagt auch Dana. „Negative Erfahrungen helfen manchmal mehr als Erfolge.“
Fazit: Zur Gründung gehört es, ständig dazuzulernen. Aus Fehlern, von Mitstreitern, in Netzwerken, über sich selbst und seine Stärken und Schwächen. Nicht nur ein Unternehmen muss sich entwickeln, sondern auch der Mensch, der dahintersteht.
Ein wirklich besonderes Event
Mit „Founding HER Way“ haben StartRaum GL und Bergischer Women’s Hub mitten ins Schwarze des Bedarfs getroffen. Die Veranstaltung war für die Teilnehmerinnen kostenfrei. „Es ist schon etwas Besonderes, dass eine Region so ein Angebot auf die Beine stellt“, sagt Ronny Yvonne Strasser. „Auch dass es einen StartRaum GL gibt, ist nicht selbstverständlich; und auch nicht, dass so etwas nur für Frauen angeboten wird.“ Sie fügt noch hinzu: „Das Event „Founding HER Way“ ist kein Männer-Bashing, das ist mir ganz wichtig!
Daher zum Schluss…
… zumindest einmal an dieser Stelle auch etwas zum Thema Männer. Dazu hat Andrea Schmitz von „HofFloh“ etwas zu sagen: „Die ersten, die an mich geglaubt haben, waren Männer.“ Sie habe viele „Wenns und Abers“ von Frauen gehört, und immer wieder die Frage: „Und wie machst du das mit der Kita? Als wenn ich mir diese Frage nicht vorher selbst gestellt hätte…“ Männer hingegen hätten gesagt: „Cool, gefällt mir, wie macht ihr das?“ Sie machen es in einem gemischten Team. Jeder mit seinen Stärken und Schwächen. „Die Männer sind hilfreich“, sagt Andrea, auch wenn es sich manchmal reiben würde. „Von ihrem Pragmatismus können wir Frauen uns eine Scheibe abschneiden.
Nach vier Stunden wird es langsam frisch im historischen Gemäuer. Erfüllt und ein wenig erschöpft von den vielen Eindrücken und Gesprächen machen sich die Teilnehmerinnen auf den Heimweg. „Ich weiß jetzt, dass ich nicht allein bin“, sagt eine aus einem Dreiergrüppchen. „Genau“ erwidern die beiden anderen unisono.
Autorin: Karin Grunewald
Fotos: Hanna Witte und Rebecca Peetz




